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Handbuch Gebäudeenergieberatung
Praxisleitfaden Gebäudeenergieberater/in (HWK)

Helmut Bauer, Hans Hertle u.a.
Herausgegeben vom Baden-Württembergischen Handwerkstag e.V. (BWHT).
C. Maurer Druck und Verlag, Geislingen

Das Handbuch Gebäudeenergieberatung ist als Fach- und Lehrbuch für die Fortbildung zum Gebäudeenergieberater etabliert. In der dritten Auflage erscheint das Buch in einer aktualisierten Fassung und bietet nun Grundlagenwissen zur Gebäudeenergieberatung auf der Basis der Energieeinsparverordnung EnEV 2009. Zum Nachschlagen und Lernen - umfassend und gewerkeübergreifend wird die ganze Bandbreite des Tätigkeitsfeldes eines Gebäudeenergieberaters dargestellt.

Neu in der dritten Auflage ist, dass die Energieeinsparverordnung 2009 mit ihren neuen Berechnungs- und Nachweisverfahren insbesondere für Bestandsgebäude ausführlich dargestellt wird. Hinzu kommen Kapitel über Gesetze und Fördermöglichkeiten sowie die exemplarische Darstellung einer modellhaften Sanierung eines Mehrfamilienhauses nach EnEV 2009.

Das Handbuch Gebäudeenergieberatung ist speziell für die Fortbildung konzipiert. Es eignet sich hervorragend als Schulungsunterlage und zur Kursbegleitung sowie zur Sicherung des Kenntnisstandes.

Das Handbuch ist darüber hinaus auch ein nützliches Nachschlagewerk für alle, die sich mit der Energieberatung beschäftigen oder im Bereich der energetischen Sanierung tätig sind: für angehende und ausgebildete Gebäudeenergieberater genauso wie für interessierte Fachunternehmer, Planer, Architekten und Ingenieure.

Das Handbuch wird vom Baden-Württembergischen Handwerkstag e.V. (BWHT) herausgegeben und entstand unter der Mitarbeit der Handwerkskammern und Fachverbände in Baden-Württemberg in Anlehnung an die Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater (HWK)(Verlagstext).


Inhalt:

Vorwort
Einführung
II. Das Bauwerk
III. Beratung
IV. Baukonstruktion
V. Sanierung eines Gebäudes
VI. Wirtschaftlichkeitsberechnungen
VII. Energiesparverordnung
VIII. Gesetze und Förderungen
IX. Anlagentechnik
X. Bauphysik
Anhang I: Glossar
Anhang II: Tabellen
Anhang III: Daten zum Beispielgebäude
Anhang: Gesetzesauszüge und Förderung
Anhang V: Checklisten Beratung
Anlagen VI: Bildquellen


Beschreibung:

Handliches DIN A4-format mit flexiblem Einband, praktisch zu handhaben. Blocksatz mit Randbemerkungen und Hinweisen. Zusammenfassungen und Regeln sind grau hinterlegt. Der gesamte Inhalt ist in schwarz-grau-weiß gehalten der was Lesbarkeit keinen Abbruch tut.
Das Kapitel „Bauwerk“ klärt in Kürze über Grundlegendes wie Anforderungen an Gebäude und Baustoffe und Baufeuchte. Im Kapitel „Beratung“ geht es um die Grundsätze und die notwendige Neutralität der Beratungsleistungen. Kommunikationsformen und –störungen werden erörtert.
Im Kapitel „Baukonstruktion“ werden Bauteile (Fenster, Dächer), Fugendichtheiten und Holzbaukonstruktionen behandelt. Lobend sei hier erwähnt, dass auf Seite 64 die richtige Ausführung von Überlappungen von Folien dargestellt wird. Selbst in Produktblättern wird immer noch die einfache, schadensanfällige Überlappung (einfacher Stoß) vorgeschlagen. Praktisch wird es im Kapitel „Sanierung eines Gebäudes“. Es wird der Zustand vor der Sanierung, die Beratungsleistung, das energetische Konzept, die Maßnahmen, die Sanierungs- und Energieeinsparkosten und zum Ende die tatsächliche Bausauführung mit zahlreichen Bildern dargelegt.
Das Kapitel „Energieeinsparungsverordnung 2009“ behandelt die Definitionen, das Bilanzierungsverfahren, den Energieausweis und den Ausblick auf die EnEV 2012. Es folgt kurz und knapp die „Gesetze und Förderungen“. Die „Anlagentechnik“ bringt dem Leser die Heizungstechnik, die Fotovoltaik, die Solartechnik und alternative Heizsysteme näher. In der „Bauphysik“ werden die Symbole, Bezeichnungen und Einheiten tabellarisch aufgeführt und die Formeln und Rechenwerte ausgiebig erläutert. Dämmformen der Dächer und Wände, sowie die unterschiedlichen U-Werte werden deutlich an Hand von Zeichnungen dargelegt. Der immer wieder unterschätzte konstruktive Fehler der Wärmebrücken wird dankenswerterweise dem Leser nahe gebracht. Auch der besonders schadensträchtige, mangelhaft geplante Feuchteschutz wird nicht vergessen. Hier fehlen mir jedoch Hinweise auf DIN 18 195.


Bewertung:

Ein Buch auf welches ich wieder einmal nur per Zufall aufmerksam gemacht wurde. Als Lehr- und Nachschlagewerk gut geeignet durch übersichtliche Aufmachung und klare Darstellung. Es ist dem Werk anzumerken, dass viele Sachkundige mitgewirkt haben.
Bei den Ausführungen zu Dämmungen stört mich, dass die Decke über Keller mit Polysterolplatten (Brandklasse B1) gedämmt wird. Die Materialkosten für mineralische Dämmung (Brandklasse A) ist nur gering höher und für den Brandfall wird eine deutlich höhere Sicherheit hergestellt. Dem Brandschutz wird – zurecht - immer größere Bedeutung beigemessen; kleine Verbesserungen können hier große Wirkung haben.
Im Kapitel „Beratung“ stört die anbiedernde, sperrige Schreibeweise …der/die Beraterin/in, …des/der Energieberaters/in. Dies wird den weiblichen Energieberatern nicht gerecht und wirkt aufgesetzt. Ansonsten ein Buch zum Lernen und Nachschlagen. Bei kniffligen Fragen kann und sollte vor der Realisierung ein Fachmann (auch ein weiblicher) zu Rate gezogen werden.


Berlin im Februar 2010